Urnenbestattung auf dem Waldfriedhof in Dorsten-Holsterhausen

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Der Tod gehört zum Leben. Der Wunsch, einem lieben Verstorbenen eine würdevolle Beerdigung zu bereiten ist tief mit unserer Trauer verbunden. So spielt auch die Art der Bestattung eine große Rolle, hierbei sollten selbstverständlich die Wünsche des Verstorbenen berücksichtigt werden.

Friedhöfe strahlen Ruhe aus, eine spezielle Art von Frieden scheint über ihnen zu liegen. Doch der Name Friedhof hat ursprünglich nichts mit Frieden zu tun. Der Begriff geht auf das mittelhochdeutsche Wort vrithof zurück, was zunächst ein eingefriedetes Grundstück bezeichnete. Die Begräbnisstätten waren eingezäunt, also befriedet. Erst später entstand die Verbindung mit dem Begriff „Frieden“, der nun über den Friedhöfen zu schweben scheint. Friedhöfe sind nicht nur ein Ort, wo man seiner lieben Verstorbenen gedenkt und sich der Grabpflege annimmt, sie laden auch zur Besinnung ein, zur stillen Rückwendung, zum Innehalten.

Neben den Bestattungsunternehmen tragen auch die Friedhöfe viel zur Trauerverarbeitung bei. Viele Friedhöfe bieten heute eine große Auswahl an Alternativen für eine Beerdigung an, wobei grundsätzlich zwischen Erd- und Feuerbestattungen unterschieden wird. Bei der Erdbestattung wird der Verstorbene in einen Sarg gebettet, dieser wird dann in die Erde gesenkt, das Grab geschlossen. Wenn sich das Erdreich entsprechend gesetzt hat, werden üblicherweise eine Grabeinfassung, eine Grabplatte und ein Grabstein errichtet. Friedhöfe bieten für die diese Art der Beerdigung Reihengräber, Einzel- und Familiengräber sowie Wahlgräber an. Deutlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten bieten die Feuerbestattungen. Im Gegensatz zu der klassischen Beerdigung kann bei der Feuerbestattung die Urne, die die Asche des Verstorbenen enthält, entweder in der Erde oder oberirdisch bestattet werden, beispielsweise in Urnenwandkammern. Auch die Seebestattung ist eine Form der Feuerbestattung.

Eine relativ neue Form der Beerdigung ist die Baumbestattung, die mit der Feuerbestattung einhergeht. Die Idee stammt ursprünglich aus der Schweiz, doch auch in Deutschland finden sich immer mehr Friedhöfe, die Baumbestattungen als Form der Beerdigung anbieten. Die Urne mit der Asche des Verstorbenen wird im Wurzelbereich eines Baumes beerdigt. Der Grundgedanke ist, dass die Asche sich im Wurzelbereich mit dem Baum verbindet und auf diese Weise nicht nur sinnbildlich sondern tatsächlich in den Kreislauf der Natur zurückgeführt wird. Doch nicht nur ausgesprochen naturverbundene Menschen begeistern sich für Baumbestattungen, diese Form der Beerdigung weist auch handfeste praktische Vorteile auf. Zu einen erspart sie den Hinterbliebenen die Grabpflege, auf welche die Verwaltungen der Friedhöfe mit Recht großen Wert legen. Denn die Friedhöfe sollen eben auch eine gewisse Erhabenheit ausstrahlen, daher werden ungepflegte Gräber nicht gern gesehen. Zum anderen bieten viele Friedhöfe, die Baumbestattungen als Form der Beerdigung anbieten, Gelegenheit, sich seinen eigenen Baum schon zu Lebzeiten auszusuchen. Mancher baut eine besondere Beziehung zu „seinem“ Baum auf, besucht ihn, meditiert in seinem Schatten und findet Trost und Frieden in dem Gedanken, dereinst hier die ewige Ruhe zu finden.

Es gibt spezielle Waldstücke, die als FriedWald ausgewiesen sind. Aber es gibt auch Friedhöfe, die innerhalb des Friedhofgeländes Beerdigungen als Baumbestattung anbieten. Einer dieser Friedhöfe, wo Baumbestattungen möglich sind, ist der Waldfriedhof Tüshausweg in Dorsten. Die Stadt Dorsten unterhält sechs kommunale Friedhöfe, der Waldfriedhof im Ortsteil Holsterhausen ist der größte und bietet eine stattliche Auswahl an Möglichkeiten für eine würdevolle Beerdigung an. Neuerdings eben auch die Baumbestattung.

Das war’s für heute. Ihre Marion Wickermann, 18. Juli 2016

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