Vorsorge hat (k)ein Geschlecht

Vorsorge hat (k)ein Geschlecht

Das ist der aktuelle Werbeslogan der Württembergischen Versicherung für private Altersvorsorge. Doch ist das wirklich so? Aus meiner Sicht ist die private Vorsorge nicht gleichmäßig auf Frauen und Männer verteilt. Zumindest nicht in der Familienform, in der der Mann voll erwerbstätig ist und die Frau entweder teilzeitbeschäftigt ist oder eben alle Tätigkeiten einer Hausfrau ausübt. Hier ist der Mann in der Regel besser abgesichert als die Frau. Wenn Kinder da sind, ist es oft noch genauso und die Frau bleibt Zuhause und sorgt zusätzlich zum Haushalt für die Kinder. Dadurch entstehen Lücken in der gesetzlichen Versorgung der Frauen, die die anrechenbaren Kindererziehungszeiten natürlich nicht auffangen. Kommt es in dieser Phase zu einer Beratung wird trotzdem oft nur der Mann abgesichert, weil er ja der Ernährer ist und in 90 % der Beratungen, die ich mit meinen Kunden gehabt habe, tritt die Frau zurück, weil Mann und evtl. auch Kinder in ihren Augen wichtiger sind und das bleibt auch in den nächsten 2 Jahrzehnten oft so. Immer ist irgendetwas wichtiger und plötzlich sind diese Frauen Mitte 50 oder noch älter und merken, dass sie nie Vorsorge für  sich selbst getroffen haben. Natürlich weise ich bei der Beratung darauf hin, dass auch die Frau abgesichert werden muss, denn die Lücke, die durch einen Ausfall einer Mutter entsteht, kann kein Mann, der in Vollzeit arbeitet auffangen. Und trotzdem ist es leider oft so, dass keine Absicherung für die Frau und Mutter getroffen wird, weil die Kunden es so entscheiden.

Der sogenannte Eckrentner bei uns in Deutschland hat 45 Jahre in die gesetzliche Rente eingezahlt. Frauen kommen heute im Schnitt auf 25 Jahre Einzahlung in die gesetzliche Rente.

Natürlich gibt es auch die anderen Frauen, die schon für sich selbst sorgen und Vorsorge treffen und auch in der Partnerschaft/Ehe ihre private Vorsorge aufrechterhalten. Das sind in der Regel diejenigen, die in einem höheren Gehaltssegment unterwegs sind.

Lesen Sie hierzu bitte die jährliche Mitteilung der Rentenversicherung, die jeder Angestellte erhält. Dort erhalten Sie klipp und klar die Empfehlung, zusätzlich privat vorzusorgen, weil Sie mit gesetzlichen Rente allein auf keinen Fall ihren gewohnten Lebensstandard aufrechterhalten können.

Wir können gerne einen Telefontermin vereinbaren und Sie fragen mich alles, was Sie zu diesem wichtigen Thema wissen möchten.